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Mario Gómez – Torfabrik?

Geschrieben von in Allgemein am 28.01.2011 / 2 Kommentare »

Viele Bayern-Fans haben gerade wieder Spaß daran an Mario Gómez rum zu nörgeln. Liegt mit Sicherheit auch daran, dass Louis van Gaal kürzlich anmerkte, Gómez müsse mehr die wichtigen Tore schießen und nicht das 2 oder gar 3:0. Ich habe mal nachgeschaut, was der Herr Gómez Tore-technisch bislang in dieser Saison geleistet hat.

Wettbewerbsübergreifend sind das bis heute 26 Tore in 29 Spielen! Eine Hammer-Ausbeute! Doch wie genau kommen diese Tore zustande? Lässt sich da Kritik üben? Schauen wir mal.

In der Bundesliga hat er in 19 Spielen insgesamt 15 Tore geschossen – das bedeutet aktuell die Führung in der Bundesliga-Torjägerliste. Die 15 Tore hat er in 8 Spielen geschossen (3 x 3 Tore, 1 x 2 Tore und 4 x 1 Tor). Sprich in 11 Bundesliga-Spielen hat er nicht getroffen.

In der Champions League stehen 6 Tore in 6 Spielen auf der Haben-Seite für Gomez. Auch hier hat er aber “nur” in 3 Spielen getroffen, da wieder ein Dreierpack und ein Doppelpack dabei sind.

Im DFB-Pokal hat er in 4 Spielen bislang 3 Tore geschossen. Jedes Tor in einem anderen Spiel – wobei hier die Ergebnisse insgesamt immer sehr hoch ausfielen.

Rechnet man das alles mal zusammen, sieht die Tor-Statistik so aus:

4 x 3 Tore -> 12 Tore in 4 Spielen
2 x 2 Tore -> 4 Tore in 2 Spielen
8 x 1 Tor -> 8 Tore in 8 Spielen

Um nochmals die Torquote vom Anfang aufzugreifen. Aktuell hat Gomez 26 Tore in 29 Spielen. Diese 26 Tore hat er aber in nur 14 Spielen geschossen. Sprich in insgesamt 15 Spielen blieb er ohne Torerfolg. Und genau das ist denke ich sein Problem (wenn man es denn überhaupt so nennen kann). Er trifft zwar oft ins Tor, aber dann oft auch gleich doppelt oder gar dreifach. In anderen Spielen trifft er dann leider gar nicht. Das wären dann wohl die “wichtigen Tore” wie van Gaal es nennt.

Ich denke zwar auch, dass das Jammern auf hohem Niveau ist, fand es aber trotzdem interessant, diese Zahlen zusammen zu tragen.

Neben mir waren auch noch einige andere Blogger dazu eingeladen, LIGA total! in 3D zu schauen. Ein paar davon wurden danach sogar interviewt. Wie sie die 3D Premiere erlebt haben und was sie dem Fußball mit 3D-Brille für Zukunftschancen einräumen sieht man in diesem Video:


YouTube DirektLink: Blogger schildern ihre Eindrücke von LIGA total! in 3D

Jetzt ist es also doch passiert. “Der Kapitän geht von Bord” habe ich heute gelesen. Mark van Bommel wechselt mit sofortiger Wirkung zum AC Mailand. Warum er wechselt, hat Karl-Heinz Rumenigge heute verkündet:

Es war Marks ausdrückliche Bitte, ihn aus sportlichen Gründen vorzeitig aus seinem Vertrag zu entlassen, um sofort zum AC Mailand wechseln zu können.

Die sportlichen Gründe beschränkten sich anscheinend auf die fehlende Stammplatz-Garantie für das letzte halbe Jahr bei Bayern. Sein Vertrag wäre im Sommer sicher nicht mehr verlängert worden. Jetzt wechselt er also nach Mailand, wo das halbe Mittelfeld verletzt ist. Deshalb darf der Mark dort spielen – aber auch nur für ein halbes Jahr wie man so hört.

Bei Mailand kann er dann groß aufspielen. Blöderweise nur in der italienischen Liga, denn für die Champions League ist er dort nicht spielberechtigt. Irgendwie wird man hier das Gefühl nicht los, dass es nicht nur am sportlichen Aspekt gelegen hat …

Wie dem auch sei, menschlich finde ich es schade, dass Mark van Bommel die Bayern verlässt. Sportlich gesehen ist es aber durchaus richtig. Regelmäßig habe ich mich über seine Auftritte geärgert, bei seinen Fehlpässen die Augen zugemacht und mich über seine oft relativ plumpen Fouls geärgert. Jetzt ist Zeit für einen Neuanfang. Genau wie aktuell im Tor. Wer die Lücke füllen kann wird sich noch zeigen, doch hat man hier mit Tymoshchuk, Gustavo, Schweinsteiger und Kroos genügend Spieler, die auf dieser Position spielen können.

Bleibt mir nur noch eins zu sagen: “Danke Mark, für die letzten viereinhalb Jahre bei den Bayern!“. Trotzdem freue ich mich persönlich auf die van Bommel freie Zeit.

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3D Premiere bei LIGA total!

Geschrieben von in Allgemein am 23.01.2011 / 1 Kommentar »

Letzte Woche durfte ich das Sonntags-Spiel der Bundesliga zwischen Kaiserslautern und Köln in 3D verfolgen. Ich war zwar nicht auf dem Betzenberg, dafür aber in der Allianz Arena. Dorthin lud die Deutsche Telekom zur 3D Premiere bei LIGA total! Schon komisch, zum Fernsehen in ein Stadion zu fahren.

Dort angekommen, wurde man herrlich unaufgeregt empfangen. Man konnte in Ruhe die neue Technik ausprobieren und sich bei den anwesenden Technikern der Telekom zu den technischen Details informieren.

Der Blick durch die 3D-Brille war am Anfang etwas ungewohnt. Die Brille ist groß genug, um auch Brillenträgern den nötigen Komfort zu bieten – insofern man zwei Brillen auf der Nase verkraften kann.

Blick durch die 3D-Brille

Bislang kannte ich das 3D-Erlebnis eigentlich nur vom Kino. Doch da gilt es inzwischen die Spreu vom Weizen zu trennen. Avatar z. B. war super. Ansonsten hat man oft das Gefühl, einfach nur einen 3D-Aufschlag zu zahlen, für den man nichts geboten bekommt. Das Schöne an 3D im Kino ist, dass der Effekt der räumlichen Tiefe einen direkt “berührt”. Die Objekte auf der Leinwand kommen quasi direkt auf einen zu.

Im Fernsehen ist das genau umgekehrt. Die räumliche Tiefe geht in den Fernseher hinein. Daher ist die Größe des TV-Geräts m. E. sehr wichtig für den 3D-Effekt an sich. Der Fernseher bei der Präsentation war mir ein wenig zu klein. Oder wir saßen zu weit weg. Ansonsten kam die 3D-Tiefe aber gut rüber – besonders in Nahaufnahmen oder aus der Perspektive der Hintertor-Kamera. In der Totalen merkt man von 3D nicht so wirklich viel.

Das Bild an sich ist leider aufgrund technischer Einschränkungen auch ein wenig dunkler als normal. Das war am Anfang des Spiels ein wenig ungewohnt. Ab und zu flackerte die Brille, was wohl hauptsächlich am Umgebungslicht lag. Insgesamt machte es aber schon Spaß, Fußball in 3D zu schauen. Auch Toni Kroos kam übrigens kurz vorbei und hat uns ein wenig Gesellschaft geleistet.

Toni Kroos schaut LIGA total 3D (Foto: Alexandra Beier/DTAG)

Nichts desto trotz halte ich es aber eher für schwierig, dass sich 3D für zuhause durchsetzt. Nicht nur für Fußball, sondern auch für Film. Das Hauptproblem sind nämlich die Kosten. Ein 3D-Fernseher und die dafür notwendigen Brillen sind nicht gerade günstig. Fraglich, ob in absehbarer Zeit genügend Haushalte mit der entsprechenden Hardware ausgestattet sind, damit sich 3D-Angebote für den Anbieter wirklich lohnen.

Die Produktion von Fußballspielen in 3D z. B. ist richtig aufwendig. Die 3D-Produktion muss aktuell parallel zur normalen Produktion abgewickelt werden und es gibt leider nicht in allen Bundesliga-Stadien die für die 3D-Kameras notwendigen Stellplätze. Von daher schon cool, dass die Telekom das überhaupt versucht und anbietet.

Persönlich fehlt mir aktuell die nötige Hardware, da ich mir erst vor einem halben Jahr einen 46 Zoll Fernseher geleistet habe, den ich nicht schon wieder durch ein 3D-Gerät ersetzen kann. Aber wer bereits ein entsprechendes Fernseh-Gerät zuhause hat, sollte sich den 3D-Fußball ruhig mal näher anschauen. Könnte Spaß machen :)


YouTube DirektLink: Mannschaftsaufstellung Deutschland + Werder Bremen

Lustiges kleines Kerlchen. Ist aber Fan vom falschen Verein – findet sogar der eigene Dad. Der Sohn steht nämlich auf Werder Bremen, der Vater auf den HSV :)