Was hab ich mich gefreut auf das erste ein wenig ernstere Testspiel der Bayern. Doch leider wurde meine Freude ordentlich getrübt. Ein sehr müder Kick war das. Langweiliges Ball-Rumgeschiebe, “prallen” lassen und keine Ideen. Und so ging das Spiel gegen den Hamburger SV auch verdient mit 0:1 verloren.

Die Abwehrleistung war in diesem Spiel eigentlich ganz gut – schließlich gab es nur ein Gegentor in diesem Spiel. Braafheid wirkte auf links leicht überfordert. Bei Lahm merkt man auch noch nicht, dass er lieber auf rechts spielt. Und Demichelis agierte beim Gegentor ein wenig unglücklich – wobei auch Braafheid m. E. falsch stand. Die Mittelfeldanordnung verstand ich schon grundsätzlich nicht. Anatoliy Tymoshchuk, seines Zeichens defensiver Mittelfeldorganisierer muss auf der rechten Seite ran. Kann gar nicht funktionieren. Würde den lieber auf der 6 sehen, für den chronischen Ball-prallen-Lasser van Bommel. Pranjic zwar bemüht, aber kam nix bei rum. Und Sosa war heute ein Totalausfall. Das war dann auch das Hauptproblem heute, denn so hingen die beiden Stürmer Gomez und Klose voll in der Luft.

Super fand ich dann die Aussage von Louis van Gaal nach dem Spiel: “Mir hat heute nicht so viel gefallen. Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht.”. Richtig!

Gespannt bin ich dann auf morgen. Auf das Spiel um Platz 3 im T-Home Cup gegen Schalke. Angeblich lässt van Gaal dann das komplette “B-Team” auflaufen. Ob die anders auftreten werden?

Heute noch schnell ein Last-Minute-Tipp. Um 21:15 Uhr kommt im Bayerischen Fernsehen “Vor Ort – Die Reportage” mit dem Thema “Traumziel Fußball-Star – Der harte Weg vom Nachwuchs-Kicker zum FC Bayern-Profi”.

Es ist der größte Traum vieler junger Fußballer, beim FC Bayern spielen zu dürfen. Wenn der Münchner Verein neue Talente sucht, dann herrscht Ausnahmezustand im Trainingsgelände an der Säbener Straße. Hunderte Buben wollen vorspielen und ihr Fußballtalent zeigen. Alle hoffen sie, später einmal als Profi groß herauszukommen, aber die Chance bekommen nur wenige Auserwählte. Der 11-jährige Dominik und der 15-jährige Marius haben es geschafft. Jetzt müssen sie zeigen, was in ihnen steckt. Das Nachwuchstraining fängt zunächst noch spielerisch an, zwei bis drei Mal pro Woche, doch das Pensum steigert sich schnell. Bereits mit 15 Jahren trainiert die künftige Fußballelite fünf Mal wöchentlich. Hinzu kommen Spiele am Wochenende. Aber auch die Schule darf nicht vernachlässigt werden. Es ist für die Kinder ein schwieriger Balanceakt zwischen Leistungssport und Schule. Von Anfang an stehen die Nachwuchs-Kicker unter einem enormen Leistungs- und Konkurrenzdruck. In jedem Kader werden jährlich etwa zwei Spieler durch bessere ersetzt. Dann kann es schnell vorbei sein mit dem großen Traum, Fußball-Star zu werden (…) Die Reportage zeigt die Leidenschaft der Kinder, die Freude und den Spaß am Fußball. Außerdem vermittelt sie am Beispiel des FC Bayern einen faszinierenden Einblick in die professionellen Strukturen, mit denen Deutschlands kommende Spitzenspieler entdeckt und gefördert werden.

Dauert nur 30 Minuten und klingt sehr interessant. Ideal für einen Dienstag abend.

Heute sollte alles anders werden. Man wollte mal wieder gewinnen – nicht nur in der Champions League. Leidenschaft zeigen. Kämpfen. Notfalls über die Verlängerung oder auch das Elfmeterschießen in das Halbfinale des DFB-Pokals einziehen. Als ich die Aufstellung gesehen habe, war ich mir aber nicht wirklich sicher ob das klappen würde. Tim Borowski, der Standfußballer per Excellence stand im offensiven Mittelfeld.

Die erste Hälfte hab ich dann leider nicht live gesehen, aber anscheinend ist da nicht viel passiert. Ab der 50. Minute hing ich dann vor dem Fernseher und staunte über die Leverkusener Treffer zur 2:0 Führung. Die Bayern waren wieder mal viel zu amateurhaft in ihren Abwehr-Bemühungen. Martin Demichelis sollte jetzt wirklich mal eine Pause bekommen – Franck Ribery hat mit seinem Wunsch nach van Buyten nicht so ganz unrecht.

In der 60. Minute wurde dann auch endlich mal ein zweiter Stürmer eingewechselt und der unauffällige Borowski, der nach dem letzten Bundesligaspiel ja den “unbedingten Willen” zum Siegen einforderte, wurde endlich ausgewechselt. Poldi hatte dann auch ein paar nette Szenen, aber einen Torschuß habe ich von ihm nicht gesehen. Ich dachte in dem Moment schon dass wirklich alles vorbei wäre – übrigens auch der Herr Kommentator der ARD, der die Bayern nach dem 3:0 in der 70. Minute schon großspurig aus dem Pokal verabschiedete.

Innerhalb von 5 Minuten brachten dann aber Lucio und Klose die Bayern wieder auf 2:3 ran. Die Stimme aus dem Fernseher erzählte mir dann was von wegen “mit den Bayern muss man immer rechnen” und “wenn sie jetzt den Ausgleich machen, dann können sie auch noch ein viertes Tor schießen”. Wie war das nocht mit dem Ausscheiden?!

Gereicht hat es auf jeden Fall nicht mehr. In der Nachspielzeit markierte Kießling das 4:2 für Leverkusen nach einem Patzer von Demichelis. Wieviele Fehler waren das in diesem Spiel von ihm?

Ausgeschieden. Vorbei. Ab jetzt volle Konzentration auf die Bundesliga. Und die Champions League. Serie starten ;-)

Am Samstag bin ich mit ein paar anderen Fußball-Bloggern in der Allianz-Arena. Ich hoffe, dass ich gegen Hannover eine andere Mannschaft sehe – personell und auch von der Einstellung her. Soll sich ja lohnen. Der Besuch.

Das DFB-Pokalspiel des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München stand gestern unter besonderer Beobachtung. Waren es doch die Stuttgarter, die am letzten Spieltag vor der Winterpause die Bayern um die Herbstmeisterschaft brachten. Das wollte der deutsche Rekordmeister natürlich nicht auf sich sitzen lassen und dieses Mal als Sieger vom Platz gehen. Ein Unentschieden ist im DFB-Pokal ja ohnehin nicht möglich.

Und gleich von Anfang an merkte man, wer hier weiterkommen will. Stuttgart war über die ganzen 90 Minuten viel zu passiv, mutlos und quasi ohne Chance. Bayern führte schon nach 20 Minuten mit 2:0 durch die Tore von Schweinsteiger und Ribery. Letzterer hatte dann nach ca. einer halben Stunde sogar die Möglichkeite auf 3:0 zu erhöhen. Aber den m. E. zu unrecht gegebenen Elfmeter lupfte Ribery in die Arme von Lehmann, der einfach in der Mitte stehen blieb. Ribery meinte hinterher das war nicht überheblich, er wollte nur Spaß haben. Alles klar …

Luca Toni macht dann noch kurz vor der Pause das 3:0, Schweini nach der Pause per Elfmeter das 4:0. Da hab ich mich gefragt wieso der Herr Lehmann für sein Foul keine gelbe Karte bekommen hat? Ze Roberto erhöhte dann in der 59. Minute glatt auf 5:0. Bayern schaltete ab da einen Gang zurück, doch selbst dann schaffte Stuttgart erst in der 85. Minute das 1:5 durch Mario Gomez. Und genauso planlos und unkonzentriert wie Stuttgart an diesem Tag aufgetreten ist, fiel auch der anschließende Jubel aus – Lahnig klatscht Gomez aus Versehen auf die Weichteile.


YouTube DirektLink: Torjubel von Gomez und Lahnig

Kurz vor Schluss gab es dann auch noch eine interessante Szene. Boka tritt liegend dem Klose in die Familienjuwelen – direkt vor den Augen des Linienrichters. Dieser zeigt ein Foul an, hat aber dann auf Nachfrage des Schiedsrichters anscheinend nichts Schlimmes gesehen. Normal hätte Boka für diese Aktion vom Platz gehen müssen.

Am Ende bin ich eigentlich froh, dass Bayern so klar gewonnen hat – 5:1 gegen den VfB Stuttgart. Muss man sich doch hinterher keine Sprüche von wegen “Bayern-Dusel” anhören. Allerdings war ich schon überrascht, wie schwach der VfB an diesem Abend aufgetreten ist. Als richtiger Gradmesser für die kommenden Aufgaben, ist das Spiel sicherlicht nicht zu werten. Warten wir mal noch auf das nächste Spiel gegen den HSV.

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Deutschland steht im Finale

Geschrieben von in Allgemein am 26.06.2008 / Keine Kommentare »

Es ist geschafft. Deutschland steht im Finale der Europameisterschaft 2008. Aber was war das für ein Spiel?! Oder sollte ich eher sagen Kampf? Spielerisch konnte die deutsche Nationalmannschaft nicht wirklich überzeugen. Über eine Niederlage hätte man sich nicht beschweren können.

Aber ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen die Deutschen. Und wer hats gemacht? Die Bayern! Schweinsteiger, Klose und Lahm schossen die 3 Tore zum Sieg. Schon irgendwie ernüchternd.

Auf jeden Fall hoffe ich jetzt auf einen Sieg der Spanier über die Russen heute abend. Denn wenn Russland gewinnt, dann spielt im Finale quasi der FC Bayern gegen St. Petersburg. Erinnerungen an das Aus im UEFA-Cup Halbfinale werden hier geweckt.

Spanien, ihr macht das!